turmdersinneDas Hands-on-Museum zum Erleben, Staunen und Be-greifen |
tourdersinne-Broschüre zum Download (deutsch)
mit freundlicher Unterstützung
der Bayerischen Sparkassenstiftung.

Sie erinnern sich an die Behandlung Ihrer letzten Erkältung, die Weihnachtszeit und Saunabesuche, aber können die Substanzen, die Sie an dieser Station riechen, nicht benennen? Dann sind Sie nicht allein...
Der Mensch kann zwar mehrere 1000 Düfte unterscheiden und verbindet mit vielen eine sehr konkrete Erinnerung. Trotzdem haben wir einen schlechten sprachlichen Zugang zur Beschreibung und Einordnung von Düften.
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Süß, sauer, salzig, bitter kennen Sie — aber umami?
Neben den bekannten Geschmacksqualitäten süß, sauer, salzig und bitter kann die Zunge mit umami eine weitere Qualität identifizieren. Mit „Schmeckstreifen“ lassen sich die Regionen hoher Sensibilität für die jeweiligen Substanzen ausmachen.
Im Verbund mit dem Exponat „Schmeckt’s?“ buchbar.
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Warum schmeckt bei einer Erkältung nur alles so fad?
Mit zugehaltener Nase schmecken die Traubenzuckerbonbons des Exponats nur „süß“. Um welche Fruchtaromen es sich handelt, kann erst bestimmt werden, wenn wieder durch die Nase geatmet wird. Das Geschmackserleben ist ein Zusammenspiel mehrerer Sinne. Verblüffenderweise hat das Riechen dabei einen entscheidenden Anteil, da Aromastoffe nicht auf der Zunge, sondern in der Nase wahrgenommen werden.
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Das Phänomen, das Sie hier am eigenen Leib erleben, ist kaum zu fassen: Zwei Klötze scheinen zusammen genommen leichter zu sein, als der kleinere davon alleine!
Dieses Exponat ist eine geschickt konstruierte Gewichtstäuschung. Die konkrete Erwartungshaltung führt zu einem paradoxen Wahrnehmungseindruck.
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Sie landen immer einen Treffer? Na, dann mal los...
Mit einer speziellen Brille vor Augen, die das Sichtfeld zur Seite verschiebt, ist es anfänglich kaum möglich, mit einem Ball ein vorgegebenes Ziel zu treffen. Sehr schnell jedoch passt sich das Gehirn an die veränderte Situation an und nach wenigen Übungswürfen trifft man wieder. Doch dann passiert Erstaunliches: Wenn Sie die Brille beiseite legen, werfen Sie plötzlich erneut daneben!
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Größer, kleiner oder gleich? Dargestellt sind zwei unterschiedlich orientierte Tische mit zwei scheinbar völlig verschiedenen Tischflächen. Eine Schablone überzeugt Sie jedoch zweifelsfrei davon, dass die beiden Flächen in Wirklichkeit deckungsgleich sind.
Dieses Exponat ist zentral und veranschaulicht gleich drei wichtige Wahrnehmungsprinzipien:
1. Täuschbarkeit lässt sich nicht abstellen,
2. hinter der Täuschbarkeit steckt ein Sinn und
3. trotz Täuschbarkeit können wir mit geeigneten Methoden an verlässliche Erkenntnisse gelangen.
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Wo Sie hinsehen, steht alles still, aber nur dort!
Die „Rotating Snakes“ des japanischen Wissenschaftlers Akiyoshi Kitaoka sind das prominenteste Beispiel einer ganzen Reihe von Bewegungsillusionen. Ihnen ist gemeinsam, dass Betrachter in statischen Bildern vermeintliche Bewegungen wahrnehmen.
Dieses Exponat besteht aus einem Cluster mit vier Experimenten.
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Alle Linien sind gerade. Nein? Doch, messen Sie nach!
Helligkeitskontraste und Trennlinien zwischen den einzelnen Elementen spielen bei diesen erstaunlichen Effekten eine entscheidende Rolle. Sie tragen dazu bei, dass sich bei der Verarbeitung im Gehirn verschiedene Bildbereiche gegenseitig beeinflussen und so vermeintliche Krümmungen und Schieflagen wahrgenommen werden, die objektiv nicht vorhanden sind.
Dieses Exponat besteht aus einem Cluster mit vier Experimenten.
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Ständig auf der Suche nach dem Verborgenen ist unsere Gestaltwahrnehmung eine der wichtigsten Fähigkeiten zum Erfassen der Welt.
Unser Wahrnehmungssystem ist darauf trainiert, Teile eines Bildes zueinander in Beziehung zu bringen und ein Ganzes zu bilden — eine „Gestalt“. So sehen wir manchmal Gestalten, die gar nicht abgebildet sind.
Dieses Exponat besteht aus einem Cluster mit vier Experimenten.
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Gewinnen Sie Einsichten über „konstante“ Streifen und „verirrte“ Farben.
Wir nehmen Objekte nie isoliert, sondern immer im Vergleich zu ihrer Umgebung wahr. Dabei kommt es zu faszinierenden und kaum zu glaubenden Illusionseffekten.
Dieses Exponat besteht aus einem Cluster mit vier Experimenten.
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Selbst die Wahrnehmung Ihrer eigenen Körperteile kann hinters Licht geführt werden!
Bei diesem packenden Experiment verbergen Sie eine Hand hinter einer Blende, wo sie mit einem Pinsel berührt wird. Synchron erfährt eine Gummi-Attrappe vor Ihren Augen die gleiche Behandlung. Das fantastische Ergebnis lässt Sie an Ihren Sinnen zweifeln: Sie spüren die sichtbare Berührung an der Attrappe — die Gummihand ist fühlbar zu Ihrer eigenen geworden!
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Das Reiben rauer Oberflächen lässt andere Flächen glatter wirken.
Wenn sich eine Ihrer Hände an eine raue Oberfläche gewöhnt, die andere an eine glatte, nehmen Sie anschließend eine gleichmäßige Fläche unterschiedlich rau wahr. Die Empfindlichkeit unserer Wahrnehmung passt sich wechselnden Situationen an; anhaltende Reizung wird nach einer Weile zum „Normalzustand“ und ignoriert. So schützen wir uns vor Reizüberflutung.
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Sprechen benötigt ständige Rückmeldung. Wenn man sich selbst beim Sprechen zeitverzögert hört, beginnt man zu stottern.
Das Gehirn schlägt Alarm, wenn das Zusammenspiel mit der Umwelt nicht den gewohnten Verknüpfungen von Wahrnehmen und Handeln entspricht — eine wichtige Vorsichtsmaßnahme, die uns auf vermeintlich bedrohliche Veränderungen der Umwelt hinweist.
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Wenn Sie in einem Spiegel betrachten, wie Sie sich von einem Auge ins andere blicken, sehen Sie: nichts!
Während der Augenbewegung sind wir blind! Unsere Augen vollführen beim Betrachten unbeweglicher Motive ständig kleine Augenbewegungen, um die Details des Motivs nacheinander „abzutasten“. Dass wir während dieser Bewegung tatsächlich blind sind, ist uns nicht bewusst, weil unser Gehirn diese Momente im Alltag mit plausibler Information füllt.
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Dass wir auch dort, wo eigentlich gar keine Konturen zu sehen sind, beispielsweise ein Dreieck wahrnehmen, verweist auf unseren Hang zur Gestaltbildung.
Das Ergänzen und Verknüpfen von Dingen zu einem sinnvollen Wahrnehmungsergebnis ermöglicht es uns, Objekte auch dann zu erkennen, wenn sie teilweise verdeckt sind oder aus einer ungewöhnten Perspektive gesehen werden.
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Beobachten Sie eine Bewegung, die scheinbar ihre Richtung wechselt!
Durch die Einschränkung der Tiefenwahrnehmung bei einäugigem Betrachten ergibt sich eine mehrdeutige räumliche Situation: Da wir zu einem Zeitpunkt aber immer nur eine Interpretation wahrnehmen können, wechselt das Gehirn zwischen beiden hin und her.
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Lernen Sie den Hörsinn als zielgenaue Orientierungshilfe kennen!
Das Gehör ist nicht nur für die Wahrnehmung von Schallwellen zuständig, sondern auch für deren Lokalisation. „Richtungshören“ zeigt, dass wir sehr präzise bestimmen können, aus welcher Richtung die Geräuschquelle stammt.
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Erleben Sie in vier Experimenten, wie sich Wahrnehmung und Handlung gegenseitig beeinflussen!
Wir können einer Bewegung besser folgen, wenn wir sie nicht sehen. Aber blind balancieren ist schwieriger als mit offenen Augen. Bewegungsnacheffekte gibt es beim Sehen und im Armmuskel. Erfahren Sie am eigenem Leib wie sich Wahrnehmung und Handlung koordinieren!
Dieses Exponat besteht aus einem Cluster mit vier Experimenten.
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Werfen Sie einen Blick in Ihr eigenes Auge und entdecken Sie Zellen und Blutgefäße Ihrer eigenen Netzhaut!
Ihr Gehirn vertuscht das Abbild der Blutgefäße auf der Netzhaut normalerweise erfolgreich. Durch das Rotieren einer Blende werden beim Betrachten einer leuchtenden Fläche diese Strukturen sichtbar.
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Sie haben immer alles im Blick? Ihrem Adlerauge entgeht nichts? Dann lassen Sie sich verblüffen...
Beim Betrachten von zwei aufeinander folgenden Fotos eines Motivs, die sich in einem dominanten Detail unterscheiden, kann der Unterschied nur schwer erkannt werden, wenn der Bildwechsel von einer kurzen Pause mit schwarzem Bildschirm begleitet ist. Entfällt diese „Maskierung“, so ist der Bildunterschied offensichtlich.
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Erleben Sie, wie Ihr Gehirn aus zwei „flachen“ Fotografien einer Szene einen absolut überzeugenden räumlichen Eindruck konstruiert!
Beim Betrachten eines Motivs sehen wir dieses mit unseren Augen aus unterschiedlichen Winkeln. Die daraus resultierenden Unterschiede in den beiden Abbildungen nutzt das Gehirn für die Konstruktion des dreidimensionalen Wahrnehmungseindrucks.
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12 Tasten, 12 Töne - nur warum gelingt es Ihnen nicht, den höchsten Ton zu finden?
(Ver-)Zweifeln Sie an diesem fantastischen Phänomen, wenn Sie mit der „ewigen“ Tonleiter spielen! Die zwölf kreisförmig angeordneten Tasten ergeben eine aufsteigende Klangfolge, deren höchster Ton sich beim besten Willen nicht ausfindig machen lässt. Vielmehr scheint die Tonhöhe bei Wiederholung immer weiter zu steigen.
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Wer lesen kann, ist hier im Nachteil!
Die Schriftfarbe von Farbbezeichnungen kann nur schwer wiedergegeben werden, wenn sie nicht mit der Bedeutung der Farbbezeichnung übereinstimmt. Beim Benennen der Farben kommt man plötzlich unweigerlich ins Stocken.
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Ein Stuhl ist ein Stuhl? Sie ahnen nicht, wie Sie sich täuschen können...!
Von einem definierten Punkt aus betrachtet, werden die voneinander entfernt positionierten Stuhlteile als zusammengehöriges Objekt interpretiert. Der Mensch, der auf der Sitzfläche
sitzt, erscheint als „Zwerg“ gegenüber dem „Riesen“, der neben den Stuhlbeinen.

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Sie halten sich für standfest? Diese Wand wird sie umhauen – und das ohne Sie zu
berühren!
Bewegt sich die gesamte visuelle Umwelt — hier in Form einer gestreiften Wand —,
so verliert man das Gleichgewicht, weil der eigene Körper die Bewegung auszugleichen
versucht.
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Hoppla... wohin ist denn Ihr Körper verschwunden?!
Ein beliebtes Fotomotiv: Hier können Sie Ihren lebendigen Kopf auf einer Tischplatte angerichtet fotografieren lassen.
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Eine „Körperlandkarte“ im Gehirn repräsentiert die Verarbeitung von Tastsignalen.
Die verzerrte Zuordnung wird durch den modellierten „Homunkulus“ dargestellt.
Verschiedene Körperregionen sind unterschiedlich empfindlich für Tastreize. Wie wir aussehen würden, wenn die Größe der Körperteile dieser Empfindlichkeit entspräche, zeigt die Gestalt des modellierten „Homukulus“. Hintergründe zum Thema Phantom-schmerz und Plastizität des Gehirns können an einer interaktiven PCStation recherchiert werden.
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Unsere Wahrnehmung ist nicht immer verlässlich. Doch es gibt Wege aus der „Sinnkrise“. Finden Sie heraus, wie man durch wissenschaftliche Methoden zu Erkenntnissen gelangt.
Scheinbar zufällig bekommen wir nach der Eingabe von Zahlenkombinationen positive und negative Rückmeldungen. Stellen Sie Hypothesen auf; überprüfen Sie sie systematisch in einem spielerischen Nachahmen der wissenschaftlichen Vorgehensweise!
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Unsere Wahrnehmung ist nicht immer verlässlich. Doch es gibt Wege aus der „Sinnkrise“. Finden Sie heraus, wie man durch wissenschaftliche Methoden zu Erkenntnissen gelangt.
Scheinbar zufällig bekommen wir nach der Eingabe von Zahlenkombinationen positive und negative Rückmeldungen. Stellen Sie Hypothesen auf; überprüfen Sie sie systematisch in einem spielerischen Nachahmen der wissenschaftlichen Vorgehensweise!
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Ein Modell visualisiert die Funktionsweise unseres Hörorgans.
Verschiedene Frequenzbereiche aktivieren die Reizung der Hörschnecke an verschiedenen
Stellen, was an einem interaktiven Modell leicht nachvollziehbar dargestellt wird.
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Hören Sie selbst, wie sich verschiedene Hörschädigungen auf den Wahrnehmungs-eindruck auswirken!
Simulationen möglicher Hörschädigungen machen klar: Schwerhörige nehmen Geräusche nicht etwa leiser wahr, als sie es sind. Sie können nur nicht mehr alle Frequenzen hören.
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Lärm muss nicht immer von Nachteil sein.
Sie kennen das: Schon kurze Unterbrechungen bei Telefongesprächen machen es fast unmöglich, den anderen zu verstehen. Dass Rauschen beim Ergänzen akustischer Signale erstaunlich hilfreich sein kann, zeigt diese Simulation: Fügen Sie Rauschsequenzen oder Lücken in Klangbeispiele ein, um sich von dem überraschenden qualitativen Unterschied zu überzeugen!
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